Kirche in Greith

Josefikirche Greith

Um von Greith aus zur nächsten Kirche zu kommen, bzw. an einem Gottesdienst teilnehmen zu können, musste man entweder 10 km nach Weichselboden oder ebensoweit nach Gußwerk, und das früher alles zu Fuß, unterwegs sein. Da dadurch ältere und gebrechliche Menschen dem Gottesdienst überhaupt fernbleiben mussten, entschloss sich die Bevölkerung von Greith, der Ortschaft Ramsau und Dürradmer, den Gottesdienst in der Hauskapelle, welche sich im Gasthaus Scholz befand und früher dem Stift Lambrecht angehörte, zu feiern. Anlass dazu gab hauptsächlich P. Hugo Pfundstein aus Mariazell, der auch die Gottesdienst zelebrierte. Leider konnte der nicht allzugroße Raum, in dem sich die Kapelle befand, die immer größer werdende Schar der Gläubigen nicht mehr aufnehmen. Man machte sich daher Gedanken, allen wiederum voran P. Hugo, doch im Ort ein Kirchlein zu errichten.

Schon im Jahre 1956 wurdem die Vorbereitungen für den Kirchenbau getroffen und bereits im folgenden Jahr mit dem Bau begonnen. Der Plan und das Modell, angefertigt von Architekt Weber aus Mariazell, fand großen Anklang. Die Baumeisterarbeiten übernahm Ing. Hödl, ebenfalls aus Mariazell. Dank der Mithilfe der Bevölkerung, besonders Frater Pius Lindl, der mit Leib und Seele bei der Sache war, konnte am 26.10.1958 die Weihe der Kirche, welche dem Schutz des Heiligen Josef anvertraut wurde, durch Diözesanbischof Schoiswohl würdig vollzogen werden.

Am 21. Juni 1958 erhielt das Kirchlein ihre Glocke. Zur Weihe wurde Abt Kolomann aus Admont eingeladen. Ebenso nahm der ehemalige Seelsorger von Gußwerk, Dr. Adalbert Krause an der Feier teil. Als Patenleute fungierten Herr und Frau Ortenburger aus Mariazell, die auch die Glocke stifteten.

Durch die Initiative von Frater Pius, welcher unermüdlich Groschen um Groschen sammelte, konnte der Orgelbau an die Firma Krenn in Graz in Auftag gegeben werden. Die Weihe derselben erfolgte 1961 durch Abt Dr. Plazidus Wolf von Seckau.

Am 30. April 1978 konnte eine von der Familie Fluch am Vorplatz der Kirche erbaute Kapelle eingeweiht werden.

Heute grüßt das Josefikirchlein von seinem Hügel herab und ladet Gläubige aus nah und fern zum Besuch ein. Viele Brautleute schließen in Greith den Bund der Ehe, daher auch der Name "Heiratskirchlein". Text: Leo Goldgruber

Gottesdienstzeiten siehe Anschlagtafel bei der Pfarrkirche Gußwerk (Tel.: 03882/2595).

Kirche Greith
Kirche Greith - Innenraum
Kirche Greith